→ UMGEBUNG

Amélie-les-Bains (3700 Einwohner) ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad in 400 m über eine Serpentinenstraße durch den Wald gut zu erreichen. Das Zentrum mit Bäcker, Lebensmittelhändlern, zwei Bioläden, Apotheken, Restaurants und Cafés befindet sich zwischen den Flüssen Tech und Mondony gelegen. Amélie gehört zum Vallespir, einer früheren Grafschaft. Es ist ein Thermal-Kurort mit mehreren Hotels, die zum Teil noch den Charme des 19. Jahrhunderts besitzen. Die Thermen gehen auf die Zeit der römischen Besatzung zurück, darum herum bildete sich das Dorf, das sich „Els Banys“ nannte, die Bäder.
Auf dem Berg über dem Ort thront das Schloss, das 1670 unter Aufsicht von Vauban, dem Stararchitekten Ludwigs XIV, gebaut wurde.
Der General de Castellane wollte 1835 für die verwundeten Militärs ein Heilbad einrichten. Er gab der Stadt 1840 den Namen der Königin Amélie, der Frau des Königs Louis Philippe. 1855 wurde das Militär-Thermal-Krankenhaus fertig gestellt, da war Amélie mit ihrem Gatten schon von der 1848er-Revolution verjagt worden.
Die beiden Thermalbäder, die von 11 heißen Schwefelquellen gespeist werden, können heute in Mini-Kuren von 1-12 Tagen oder in längeren, vom Arzt verordneten Kuren genutzt werden.
Eine Bushaltestelle befindet sich gleich am Eingang des Ortes. Von hier kann man mit dem 1€-Bus nach Céret und bis zum Meer oder nach Perpignan fahren.
Amelie-Therme

Amélie-les-Bains Therme

Amelie

Amélie

Col-d-Ares

Col d’Arès

Ceret-Place-Picasso

Céret, Place Picasso

Ceret-Fontaine

Céret Fontaine

Elne-Kloster

Elne Kloster

Argeles-Plage

Argelès Plage

Collioure-Phare

Collioure Phare

Port-Vendres

Port Vendres

Banyuls-Cap-d-Ousne

Banyuls Cap d’Ousne

Der an den Hang gegenüber gebaute, mittelalterliche Ort Palalda gehört zur Gemeinde Amélie, hat aber einen vollkommen anderen Charakter. Die stillen, steilen, sonnendurchfluteten Gassen, die bunten Häuser mit Bougainvillea überrankt geben eine mediterrane Atmosphäre.

Die nächste Kleinstadt, Céret, ist 7 km entfernt und kann auch auf einem Fahrradweg erreicht werden.
Aus der Zeit der römischen Besatzung ist nur wenig übrig geblieben, aber die Römer bauten eine erste Brücke über den Tech, die 522 vom Hochwasser zerstört wurde. Die Grafschaften Vallespir und Roussillon wurden im 13. bis zum 17. Jahrhundert von den spanischen Königen beherrscht. Die älteste der drei Brücken, Pont du Diable (Teufelsbrücke) wurden 1321 unter dem König von Mallorca gebaut, heute ist sie nur für Fußgänger. Aus dieser Zeit stammte auch die Stadtmauer, von der nur noch die beiden Tore erhalten sind: Porte d’Espagne, die Pforte, die nach Spanien guckt, und Porte de France, die nach Frankreich geht. Die dahinter befindliche mittelalterliche Altstadt mit ihren krummen Gassen ist gut erhalten und hat ihren Charme bewahrt.
Überall in Céret stößt man auf Tafeln mit Bildern von Malern, die Anfang des 20. Jahrhunderts Céret entdeckten. Pierre Brune, Chaïm Soutine, Maurice Lautreuil, Pablo Picasso und andere lebten und arbeiteten hier und beeinflussten die Geschichte der Stadt. Pierre Brune bewirkte 1950 die Einrichtung des großen Museums für moderne Kunst (Musée de l’Art Moderne) im Zentrum.
In Céret hört man die Alten noch Katalanisch sprechen. Und zu Neujahr wird vor dem Rathaus Sardaňa getanzt.

Wenn man von Amélie flussaufwärts nach Süd-Westen fährt, erreicht man Arles-sur-Tech mit seiner Abtei aus dem 8. und 9. und dem gotischen Kloster aus dem 13. Jahrhundert.

Weiter den Tech hinauf an der spanischen Grenze liegt Prats-de-Mollo auf 745 m. Es ist ein Ort, in dem die Zeit stehengeblieben ist. Man geht auf Kopfsteinpflaster steile Gassen hinauf und hinunter. Die erste Kirche wurde 982 erbaut. Das unerlässliche Fort von Vauban aus dem 17. Jahrhundert wurde nicht nur gegen die Spanier erbaut, sondern um die aufmüpfige Bevölkerung zu kontrollieren. Im Februar 1939 kamen hier 100 000 spanische Flüchtlinge an, die am Ende des Krieges vor Franco flohen.

Perpignan (35 km) war seit dem 10. Jahrhundert die Hauptstadt der Grafschaft Roussillon und wurde von 1276 – 1344 während der Herrschaft der Könige von Mallorca die Hauptstadt des mallorquinischen Reichs. Der Palast der Könige von Mallorca ist erhalten und kann besichtigt werden. Auch die Kathedrale Saint Jean Baptiste stammt aus dieser Zeit.
Perpignan ist Universitätsstadt mit 125 000 Einwohnern und besitzt eine lebendige Altstadt mit vielen historischen Gebäuden.

Elne (30 km), war einst viel bedeutender als Perpignan. Auf einer Anhöhe in der Ebene von Perpignan gelegen, war hier schon in der Bronzezeit ein geeigneter Platz für ein Oppidum, erst der Iberer, dann der Kelten. Zunächst hieß es Illiberis. 218 vor Chr. lagerte Hannibal mit 80 000 Männern, 20 000 Pferden und 37 Elefanten vor seinen Toren. Unter den Römern bekam es den Namen Castrum Helenae, nach der Frau Constantins. Schon im Jahr 350 wurde eine christliche Kirche erwähnt. Im Mittelalter wurde die Stadt vom Abt regiert. Heute ist seine mittelalterliche Vergangenheit noch in der Altstadt auf dem Hügel mit den drei erhaltenen Stadtportalen sichtbar, sowie der Romanischen Kirche und dem romanisch-gotischen Kloster. Elne zeigt trotz seiner 8000 Einwohner eher einen dörflichen Charakter, der an Markttagen noch unterstrichen wird.

Die Côte Vermeille südlich von Argelès-sur-Mer ist wegen ihrer Felsenbuchten, dem sauberen, klaren Wasser, den saftig grünen Weinhängen, die bis ans Meer reichen und nur von Schirmpinien und Steinhütten unterbrochen werden, sowie seinen Fischorten, die diesen Namen noch verdienen, eine Besonderheit.
Die Maler der Fauves (der Wilden) haben diese Küste wegen ihrer Farben Anfang des 20. Jahrhunderts für sich entdeckt, und vor allem Collioure.

Collioure (36 km) wurde durch die Grenzstreitigkeiten zwischen den spanischen und den französischen Königen geprägt. Ringsherum auf den Hügeln wird der Ort von 5 Forts beschützt. Das Château-Fort liegt mitten in der Stadt, das auf das Castrum aus der Zeit der Westgoten zurückgeht und auch heute noch militärisch genutzt wird.
Collioure hat seine schmalen, bunten Fischerhäuser und die engen Gassen bewahrt, auch wenn sie heute immer mehr Boutiquen beherbergen. Die Tradition der Sardellen-Fischerei ist fast vollständig verschwunden, früher lebte der Ort von der Anchovis-Herstellung. Aber man sieht noch einige kleine Fischerboote im Hafen und erhält einen Salat mit eingelegten Sardellen, der hier besonders gut schmeckt.

In Port-Vendres gehen große Fischerboote vor Anker und Frachter löschen ihre Ladung aus Afrika. Das Städtchen, das sich mit vielen Fischrestaurants am Hafen entlang streckt, ist von den Aktivitäten des Hafens geprägt.

Paulilles: Zwischen Port Vendres und Banyuls ließ sich 1870 ein Ableger der Nobel-Dynamitwerke nieder. Im Krieg 1870/71 gegen Preußen und dann im ersten Weltkrieg hatte das Werk besonders viel zu tun. Nach 1918 fehlten Arbeitskräfte, und es wurden 100 Soldaten vietnamesischer Herkunft eingestellt, die auch dort lebten. Es gab bei dieser gefährlichen Arbeit viele Tote. Die Arbeiter aus der Umgebung gingen nebenher weiterhin in ihren Weinberg oder zum Fischen. 1984 wurde das Werk geschlossen und 1998 vom Conservatoire littoral gekauft. Seit 2008 ist der weitläufige Park mit Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Es gehören einige besonders stille Strandbuchten dazu.

Banyuls-sur-Mer (45 km) ist auch durch seine Grenzlage zwischen Spanien und Frankreich geprägt. Noch während der Herrschaft der Könige von Mallorca kamen die Tempelritter, legten die Sümpfe trocken und entwickelten ein Wassersystem für die Weinberge, das heute noch genutzt wird. Es sind Kanäle, die wie Hahnenfüße aussehen und bei starken Regenfällen das Ausschwemmen der steilen Hänge verhindern. Als das Roussillon im 17. Jahrhundert unfreiwillig nach Frankreich kam, wurde Banyuls zur Schmugglerrepublik. Tabak, Salz, Reis, Zucker wurden entweder übers Meer oder über die Pyrenäen geschmuggelt.
Als 1940 die vor Hitler nach Südfrankreich geflohenen Intellektuellen und Künstler sich auch dort vor den Nazis retten mussten, wurden sie von Lisa und Hans Fittko auf diesen Schmugglerpfaden über die Pyrenäen nach Spanien geführt.
Der Bildhauer Aristide Maillol (1861-1944) ist überall in Banyuls mit seinen Skulpturen präsent. Sein Haus, etwas außerhalb gelegen, ist als Museum zu besichtigen.
Banyuls ist von den großen Touristenströmen unberührt, eine kleine Stadt am Meer mit Hafen und Strand, in der die Alten zusammenstehen und Katalanisch sprechen.

Über Le Boulou (17km) gelangt man zur Autobahn und kommt über die Grenze nach Spanien. Bis Figueras (Dali-Museum) sind es 49 km, bis Girona 87 km und bis Cadaquès am Mittelmeer 83 km.

Amélie-les-Bains (3700 Einwohner) ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad in 400 m über eine Serpentinenstraße durch den Wald gut zu erreichen. Das Zentrum mit Bäcker, Lebensmittelhändlern, zwei Bioläden, Apotheken, Restaurants und Cafés befindet sich zwischen den Flüssen Tech und Mondony gelegen. Amélie gehört zum Vallespir, einer früheren Grafschaft. Es ist ein Thermal-Kurort mit mehreren Hotels, die zum Teil noch den Charme des 19. Jahrhunderts besitzen. Die Thermen gehen auf die Zeit der römischen Besatzung zurück, darum herum bildete sich das Dorf, das sich „Els Banys“ nannte, die Bäder.
Auf dem Berg über dem Ort thront das Schloss, das 1670 unter Aufsicht von Vauban, dem Stararchitekten Ludwigs XIV, gebaut wurde.
Der General de Castellane wollte 1835 für die verwundeten Militärs ein Heilbad einrichten. Er gab der Stadt 1840 den Namen der Königin Amélie, der Frau des Königs Louis Philippe. 1855 wurde das Militär-Thermal-Krankenhaus fertig gestellt, da war Amélie mit ihrem Gatten schon von der 1848er-Revolution verjagt worden.
Die beiden Thermalbäder, die von 11 heißen Schwefelquellen gespeist werden, können heute in Mini-Kuren von 1-12 Tagen oder in längeren, vom Arzt verordneten Kuren genutzt werden.
Eine Bushaltestelle befindet sich gleich am Eingang des Ortes. Von hier kann man mit dem 1€-Bus nach Céret und bis zum Meer oder nach Perpignan fahren.Der an den Hang gegenüber gebaute, mittelalterliche Ort Palalda gehört zur Gemeinde Amélie, hat aber einen vollkommen anderen Charakter. Die stillen, steilen, sonnendurchfluteten Gassen, die bunten Häuser mit Bougainvillea überrankt geben eine mediterrane Atmosphäre.

Die nächste Kleinstadt, Céret, ist 7 km entfernt und kann auch auf einem Fahrradweg erreicht werden.
Aus der Zeit der römischen Besatzung ist nur wenig übrig geblieben, aber die Römer bauten eine erste Brücke über den Tech, die 522 vom Hochwasser zerstört wurde. Die Grafschaften Vallespir und Roussillon wurden im 13. bis zum 17. Jahrhundert von den spanischen Königen beherrscht. Die älteste der drei Brücken, Pont du Diable (Teufelsbrücke) wurden 1321 unter dem König von Mallorca gebaut, heute ist sie nur für Fußgänger. Aus dieser Zeit stammte auch die Stadtmauer, von der nur noch die beiden Tore erhalten sind: Porte d’Espagne, die Pforte, die nach Spanien guckt, und Porte de France, die nach Frankreich geht. Die dahinter befindliche mittelalterliche Altstadt mit ihren krummen Gassen ist gut erhalten und hat ihren Charme bewahrt.
Überall in Céret stößt man auf Tafeln mit Bildern von Malern, die Anfang des 20. Jahrhunderts Céret entdeckten. Pierre Brune, Chaïm Soutine, Maurice Lautreuil, Pablo Picasso und andere lebten und arbeiteten hier und beeinflussten die Geschichte der Stadt. Pierre Brune bewirkte 1950 die Einrichtung des großen Museums für moderne Kunst (Musée de l’Art Moderne) im Zentrum.
In Céret hört man die Alten noch Katalanisch sprechen. Und zu Neujahr wird vor dem Rathaus Sardaňa getanzt.

Wenn man von Amélie flussaufwärts nach Süd-Westen fährt, erreicht man Arles-sur-Tech mit seiner Abtei aus dem 8. und 9. und dem gotischen Kloster aus dem 13. Jahrhundert.

Weiter den Tech hinauf an der spanischen Grenze liegt Prats-de-Mollo auf 745 m. Es ist ein Ort, in dem die Zeit stehengeblieben ist. Man geht auf Kopfsteinpflaster steile Gassen hinauf und hinunter. Die erste Kirche wurde 982 erbaut. Das unerlässliche Fort von Vauban aus dem 17. Jahrhundert wurde nicht nur gegen die Spanier erbaut, sondern um die aufmüpfige Bevölkerung zu kontrollieren. Im Februar 1939 kamen hier 100 000 spanische Flüchtlinge an, die am Ende des Krieges vor Franco flohen.

Perpignan (35 km) war seit dem 10. Jahrhundert die Hauptstadt der Grafschaft Roussillon und wurde von 1276 – 1344 während der Herrschaft der Könige von Mallorca die Hauptstadt des mallorquinischen Reichs. Der Palast der Könige von Mallorca ist erhalten und kann besichtigt werden. Auch die Kathedrale Saint Jean Baptiste stammt aus dieser Zeit.
Perpignan ist Universitätsstadt mit 125 000 Einwohnern und besitzt eine lebendige Altstadt mit vielen historischen Gebäuden.

Elne (30 km), war einst viel bedeutender als Perpignan. Auf einer Anhöhe in der Ebene von Perpignan gelegen, war hier schon in der Bronzezeit ein geeigneter Platz für ein Oppidum, erst der Iberer, dann der Kelten. Zunächst hieß es Illiberis. 218 vor Chr. lagerte Hannibal mit 80 000 Männern, 20 000 Pferden und 37 Elefanten vor seinen Toren. Unter den Römern bekam es den Namen Castrum Helenae, nach der Frau Constantins. Schon im Jahr 350 wurde eine christliche Kirche erwähnt. Im Mittelalter wurde die Stadt vom Abt regiert. Heute ist seine mittelalterliche Vergangenheit noch in der Altstadt auf dem Hügel mit den drei erhaltenen Stadtportalen sichtbar, sowie der Romanischen Kirche und dem romanisch-gotischen Kloster. Elne zeigt trotz seiner 8000 Einwohner eher einen dörflichen Charakter, der an Markttagen noch unterstrichen wird.

Die Côte Vermeille südlich von Argelès-sur-Mer ist wegen ihrer Felsenbuchten, dem sauberen, klaren Wasser, den saftig grünen Weinhängen, die bis ans Meer reichen und nur von Schirmpinien und Steinhütten unterbrochen werden, sowie seinen Fischorten, die diesen Namen noch verdienen, eine Besonderheit.
Die Maler der Fauves (der Wilden) haben diese Küste wegen ihrer Farben Anfang des 20. Jahrhunderts für sich entdeckt, und vor allem Collioure.

Collioure (36 km) wurde durch die Grenzstreitigkeiten zwischen den spanischen und den französischen Königen geprägt. Ringsherum auf den Hügeln wird der Ort von 5 Forts beschützt. Das Château-Fort liegt mitten in der Stadt, das auf das Castrum aus der Zeit der Westgoten zurückgeht und auch heute noch militärisch genutzt wird.
Collioure hat seine schmalen, bunten Fischerhäuser und die engen Gassen bewahrt, auch wenn sie heute immer mehr Boutiquen beherbergen. Die Tradition der Sardellen-Fischerei ist fast vollständig verschwunden, früher lebte der Ort von der Anchovis-Herstellung. Aber man sieht noch einige kleine Fischerboote im Hafen und erhält einen Salat mit eingelegten Sardellen, der hier besonders gut schmeckt.

In Port-Vendres gehen große Fischerboote vor Anker und Frachter löschen ihre Ladung aus Afrika. Das Städtchen, das sich mit vielen Fischrestaurants am Hafen entlang streckt, ist von den Aktivitäten des Hafens geprägt.

Paulilles: Zwischen Port Vendres und Banyuls ließ sich 1870 ein Ableger der Nobel-Dynamitwerke nieder. Im Krieg 1870/71 gegen Preußen und dann im ersten Weltkrieg hatte das Werk besonders viel zu tun. Nach 1918 fehlten Arbeitskräfte, und es wurden 100 Soldaten vietnamesischer Herkunft eingestellt, die auch dort lebten. Es gab bei dieser gefährlichen Arbeit viele Tote. Die Arbeiter aus der Umgebung gingen nebenher weiterhin in ihren Weinberg oder zum Fischen. 1984 wurde das Werk geschlossen und 1998 vom Conservatoire littoral gekauft. Seit 2008 ist der weitläufige Park mit Museum für die Öffentlichkeit zugänglich. Es gehören einige besonders stille Strandbuchten dazu.

Banyuls-sur-Mer (45 km) ist auch durch seine Grenzlage zwischen Spanien und Frankreich geprägt. Noch während der Herrschaft der Könige von Mallorca kamen die Tempelritter, legten die Sümpfe trocken und entwickelten ein Wassersystem für die Weinberge, das heute noch genutzt wird. Es sind Kanäle, die wie Hahnenfüße aussehen und bei starken Regenfällen das Ausschwemmen der steilen Hänge verhindern. Als das Roussillon im 17. Jahrhundert unfreiwillig nach Frankreich kam, wurde Banyuls zur Schmugglerrepublik. Tabak, Salz, Reis, Zucker wurden entweder übers Meer oder über die Pyrenäen geschmuggelt.
Als 1940 die vor Hitler nach Südfrankreich geflohenen Intellektuellen und Künstler sich auch dort vor den Nazis retten mussten, wurden sie von Lisa und Hans Fittko auf diesen Schmugglerpfaden über die Pyrenäen nach Spanien geführt.
Der Bildhauer Aristide Maillol (1861-1944) ist überall in Banyuls mit seinen Skulpturen präsent. Sein Haus, etwas außerhalb gelegen, ist als Museum zu besichtigen.
Banyuls ist von den großen Touristenströmen unberührt, eine kleine Stadt am Meer mit Hafen und Strand, in der die Alten zusammenstehen und Katalanisch sprechen.

Über Le Boulou (17km) gelangt man zur Autobahn und kommt über die Grenze nach Spanien. Bis Figueras (Dali-Museum) sind es 49 km, bis Girona 87 km und bis Cadaquès am Mittelmeer 83 km.